601 – Mehrparteienwohnhaus K9
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601 – Mehrparteienwohnhaus K9
Neubau
Mehrparteienwohnhaus mit Tiefgarage
Bonn
Leistungen: LP 1-5
Bauherr: Erzbistum Köln
Wohnfläche: 1.716 qm
Fertigstellung: 2024
Fotografie: Constantin Meyer, Köln
Der Neubau Kaiser-Friedrich-Straße 9 liegt im Ortsteil Gronau, nördlich des ehemaligen Bundesviertels, in unmittelbarer Nähe zum Bonner Rheinufer. Er entstand als Ersatzneubau für ein abgängiges Bürogebäude (1962-2020) der Deutschen Bischofskonferenz.
Der kompakte Neubau erhält, basierend auf den Abmessungen der ursprünglichen klassizistischen Villa von Paul Grosser (1898-1962), die Eigenständigkeit eines noblen Stadthauses. Der Grundriss des Wohnneubaus besitzt eine rechteckige Grundform, die im Staffelgeschoss durch den allseitigen Rücksprung ihren Abschluss findet. Dabei greifen die Fassaden die symmetrische Struktur des Ursprungsbaus von 1898 auf. Die Fenster zeigen eine betont vertikale Ausrichtung und werden durch eingeschnittene Loggien flankiert. Der eingerückte Gebäudeeinschnitt akzentuiert den Haupteingang zum Gebäude und leitet in das zentral gelegene Treppenhaus über. Es entstanden 14 Wohnungen unterschiedlicher Größe, alle Einheiten mit eigenen Terrassen, Balkonen oder Loggien. Die rückwärtige Grundstücksfläche überdeckt die Tiefgarage für den ruhenden Verkehr und bindet an die Freianlagen der Villa Prieger an. Entlang der Kaiser-Friedrich-Straße wird die Thematik des begrünten Vorgartens aufgegriffen.
Trotz seiner Fünfgeschossigkeit bleibt der Neubau in seiner Höhenentwicklung gemäßigt und greift die Traufhöhen der angrenzenden Gründerzeitbebauung, sowie des benachbarten Bürogebäude (ehem. Belgische Botschaft, Architekt Andre u. Jean Polak) auf.
Die Bebauung wirkt im Zusammenspiel vermittelnd zwischen den eigenständigen Bauten verschiedener Generationen und der großzügigen, fast parkähnlich anmutenden Freianlagen der Umgebung.